NFS klappt nicht [gelöst]

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OsunSeyi
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NFS klappt nicht [gelöst]

Post by OsunSeyi » 4. Feb 2017, 18:52

Hi,

Versuche, NFS via WLAN zu aktivieren.
Der Server ist auf meinem Slackware-Rechner "TOURNEE" und exportiert auf "LINUX" via Netzwerkkabel und auf "THINKPAD" via Wlan.

Auf "LINUX" klappt es, nicht aber auf hiesigen "THINKPAD", um den es hier geht:

Code: Select all

in TOURNEE:/etc/hosts:

192.168.2.3	LINUX.akom.net LINUX
192.168.2.4	THINKPAD.akom.net THINKPAD

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
in TOURNEE:/etc/hosts.allow:

portmap: 192.168.2.3 , 192.168.2.4

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
in TOURNEE:/etc/hosts.deny:

portmap: ALL

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
und in TOURNEE:/etc/exports:

/mnt/hd/sda4/DAT LINUX(rw,async)
/mnt/hd/sda4/DAT THINKPAD(rw,async)

====================================================
In THINKPAD:/etc/hosts

192.168.2.2	TOURNEE.akom.net  TOURNEE
192.168.2.4	THINKPAD.akom.net THINKPAD

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
In THINKPAD:/etc/hostname

THINKPAD.akom.net

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
In THINKPAD:/etc/fstab

TOURNEE:/mnt/hd/sda4/DAT   /mnt/nfs/DAT      nfs      user,auto,rw        0   0

Eigentlich sollte es klappen, tut es jedenfalls auf "LINUX" (ebenfalls Salix, aber via Kabel)

Hier auf "THINKPAD" kommt:

Code: Select all

root[tom]# ping TOURNEE
PING TOURNEE.akom.net (192.168.2.2) 56(84) bytes of data.
64 bytes from TOURNEE.akom.net (192.168.2.2): icmp_seq=1 ttl=64 time=0.960 ms
64 bytes from TOURNEE.akom.net (192.168.2.2): icmp_seq=2 ttl=64 time=1.01 ms
64 bytes from TOURNEE.akom.net (192.168.2.2): icmp_seq=3 ttl=64 time=3.74 ms

root[tom]# mount  TOURNEE:/mnt/hd/sda4/DAT /mnt/nfs/DAT
mount.nfs: requested NFS version or transport protocol is not supported
Habe "mount.nfs: requested NFS version or transport protocol is not supported" schon gegoogelt, bin aber nicht schlauer geworden.

Woran kann das liegen?

mit vielen Grüßen,
tom

ps
vielleicht hilft das:

Code: Select all

root[tom]# mount -v -t nfs   TOURNEE:/mnt/hd/sda4/DAT /mnt/nfs/DAT
mount.nfs: timeout set for Sat Feb  4 21:03:05 2017
mount.nfs: trying text-based options 'addr=192.168.2.2'
mount.nfs: prog 100003, trying vers=3, prot=6
mount.nfs: portmap query retrying: RPC: Program not registered

mount.nfs: prog 100003, trying vers=3, prot=17
mount.nfs: portmap query failed: RPC: Program not registered

mount.nfs: requested NFS version or transport protocol is not supported
Last edited by OsunSeyi on 8. Mar 2017, 09:39, edited 4 times in total.

westms
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Re: NFS klappt nicht

Post by westms » 4. Feb 2017, 22:41

Hallo,
OsunSeyi wrote:

Code: Select all

in TOURNEE:/etc/hosts:

192.168.2.3	LINUX.akom.net LINUX
192.168.2.4	THINKPAD.akom.net THINKPAD

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
in TOURNEE:/etc/hosts.allow:

portmap: 192.168.2.3 , 192.168.2.4

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
in TOURNEE:/etc/hosts.deny:

portmap: ALL

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
und in TOURNEE:/etc/exports:

/mnt/hd/sda4/DAT LINUX(rw,async)
/mnt/hd/sda4/DAT THINKPAD(rw,async)

====================================================
In THINKPAD:/etc/hosts

192.168.2.2	TOURNEE.akom.net  TOURNEE
192.168.2.4	THINKPAD.akom.net THINKPAD

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
In THINKPAD:/etc/hostname

THINKPAD.akom.net

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
In THINKPAD:/etc/fstab

TOURNEE:/mnt/hd/sda4/DAT   /mnt/nfs/DAT      nfs      user,auto,rw        0   0

Es kann sein, dass es in allen Vorkommen rpc.portmap: , statt nur portmap: heißen muss.

OsunSeyi
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Re: NFS klappt nicht

Post by OsunSeyi » 5. Feb 2017, 08:01

Kann ich probieren, glaube ich aber nicht:

Code: Select all

                                                 "LINUX" (klappt)
                                         =====>  ebenfalls Salix, aber via Kabel
  Server "TOURNEE" ===================/
  hier sind die portmap Einträge      \
                                         =====>  THINKPAD (klappt nicht)
                                                 Salix, via Wlan

Auf den beiden Clienten sind im Grunde nur "HOSTNAME" , "hosts" und "fstab" editiert.
"Ping" klappt ja auch.

Aber ich werd's probieren!

Zu den Diensten:

Im Zusammenhang mit "ntp" müssten auf dem Client folgende Dienste laufen:

- sysstat
- rpc
- nfsd (meines wissens ist das nur auf der Serverseite)

Code: Select all


mount -v -t nfs   TOURNEE:/mnt/hd/sda4/DAT /mnt/nfs/DAT
...
mount.nfs: portmap query failed: RPC: Program not registered
...
Hier auf Client heißt der Dienst einfach nur "rpc", und nun diese Fehlermeldung. Hat es womöglich damit was zu tun?

schönen Sonntag

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Du hattest recht!!
Jetzt kommt aber:

Code: Select all


root[tom]# mount -v -t nfs   TOURNEE:/mnt/hd/sda4/DAT /mnt/nfs/DAT

mount.nfs: timeout set for Sun Feb  5 09:18:49 2017
mount.nfs: trying text-based options 'addr=192.168.2.2'
mount.nfs: prog 100003, trying vers=3, prot=6
mount.nfs: trying 192.168.2.2 prog 100003 vers 3 prot TCP port 2049
mount.nfs: prog 100005, trying vers=3, prot=17
mount.nfs: trying 192.168.2.2 prog 100005 vers 3 prot UDP port 60019
mount.nfs: mount(2): Permission denied
mount.nfs: access denied by server while mounting TOURNEE:/mnt/hd/sda4/DAT

Selbst wenn ich auf "TOURNEE" explizit nur "rcp.portmap: 192.168.2.4" eingebe, und 'nfs' neu starte, klappt es hier auf dem Clienten nicht.

Auf Client "THINKPAD" hier ausgeführt, fehlt "THINKPAD", trotz Eintrag
in Server "TOURNEE":/etc/exports:

/mnt/hd/sda4/DAT THINKPAD(rw,async)
/mnt/hd/sda4/DAT LINUX(rw,async)
/media/sdc1/NFS LINUX(rw,async)

Code: Select all

root[tom]# showmount -e TOURNEE
Export list for TOURNEE:
/media/sdc1/NFS  LINUX.akom.net
/mnt/hd/sda4/DAT LINUX.akom.net
Da fehlt der Eintrag für "THINKPAD", habe 'hosts' kontrolliert, da ist auch alles ok.

westms
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Re: NFS klappt nicht

Post by westms » 5. Feb 2017, 10:50

OsunSeyi wrote:Kann ich probieren, glaube ich aber nicht:
[...]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Du hattest recht!!
Jetzt kommt aber:
[schnipp]
Das geschnippte kann ich mir noch ansehen, aber erst muss noch etwas geklärt werden.

Es geht doch um RPC und NFS. Wie aus den beiden Fehlermeldungen hervorgeht, fehlt ein Programm (aus dem Listing am Ende der der ersten Message).

Code: Select all

mount.nfs: portmap query retrying: RPC: Program not registered
mount.nfs: portmap query failed: RPC: Program not registered
Das Programm portmap existiert nicht. Es gibt ein Paket portmap, welches einen Portmapper enthält (/sbin/rpc.portmap). Dieses Paket ist installiert. Ich war deshalb zu der Ansicht gekommen, dass dieser Portmapper verwendet werden soll. Das war soweit meine ursprüngliche Analyse der Schwierigkeit.

Mittlerweile habe ich noch etwas weiter überlegt. Der Mapper portmap ist nicht in /etc/services registriert. Auch rpc.portmap nicht. Dort gibt es zwei Einträge für rpc2portmap, wozu aber keine Entsprechung im Pfad existiert.

Code: Select all

rpc2portmap	369/tcp
rpc2portmap	369/udp
Ein Versuch könnte sein,

Code: Select all

rpc.portmap	369/tcp
und
rpc.portmap	369/udp
hinzuzufügen und NFS zu restarten (# service restart nfs). Ich habe gelinde Schwierigkeiten das nachzuvollziehen, denn erstens muss ich mit einer reduzierten Salix64-14.1-Installation auskommen auf der ich kein NFS verwenden kann und zweitens kann ich an diesem Wochenende nichts ausprobieren. Gewöhnlich überprüfe ich/probiere ich aus, ob meine Gedanken treffend für eine Lösung sind.

OsunSeyi
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Re: NFS klappt nicht

Post by OsunSeyi » 5. Feb 2017, 11:00

Das umdeklarieren auf "rpc.portmap" scheint doch geholfen zu haben...!

Wie gesagt, von Client "THINKPAD" aus aufgerufen:

Code: Select all

root[tom]# showmount -e TOURNEE
Export list for TOURNEE:
/media/sdc1/NFS  LINUX.akom.net
/mnt/hd/sda4/DAT LINUX.akom.net
Da fehlt der Eintrag aus 'exports' für "THINKPAD", hab's kontrolliert und keinen Fehler gefunden..

Habe gerade festgestellt, das ich von Client "THINKPAD" aus Server "TOURNEE" anpingen kann, nicht aber andersherum:

...destination host unreachable...
4 packets transmitted, 0 received,

Auf dem anderen Client-Rechner "LINUX" funktioniert "ping" in beide Richtungen,
aber auch hier zeigt 'showmount' nur zwei statt der vorhandenen drei Einträge von
TOURNEE:/etc/exports

PS: Muss auf dem Client auch 'inetd' laufen?

westms
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Re: NFS klappt nicht

Post by westms » 5. Feb 2017, 14:21

OsunSeyi wrote:Das umdeklarieren auf "rpc.portmap" scheint doch geholfen zu haben...!

Wie gesagt, von Client "THINKPAD" aus aufgerufen:

Code: Select all

root[tom]# showmount -e TOURNEE
Export list for TOURNEE:
/media/sdc1/NFS  LINUX.akom.net
/mnt/hd/sda4/DAT LINUX.akom.net
Da fehlt der Eintrag aus 'exports' für "THINKPAD", hab's kontrolliert und keinen Fehler gefunden.
Dafür ist LINUX.akom.net zweimal vorhanden. Warum das?
OsunSeyi wrote:PS: Muss auf dem Client auch 'inetd' laufen?
Wenn inetd nicht läuft, müssen alle benötigten Server-Dienste auf Verdacht gestartet werden, damit sie bei Bedarf genutzt werden können. Läuft stattdessen inetd, so startet dieses Programm bei Bedarf die gewünschten Dienste. Deshalb besser einschalten. Einschalten lässt sich inetd über Xfce-Menü -> System -> Systemdienste -> inetd.
Wenn das nicht ausreicht, kann man alle relevanten Dateien der beiden Rechner mit den Adressen THINKPAD.akom.net und LINUX.akom.net miteinander vergleichen. Einer funktioniert, der andere nicht. Es wird vermutlich einen verantwortlichen Unterschied geben. Leider stehen die Dateien des Rechners LINUX.akom.net nicht alle zur Verfügung.

OsunSeyi
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Re: NFS klappt nicht

Post by OsunSeyi » 5. Feb 2017, 16:34

Ich glaube, es macht sich an der Frage fest, warum ich vom Server "TOURNEE" aus "LINUX" anpingen kann, "THINKPAD" aber nicht. Kann in der Konfiguration keinen Unterschied finden.

Der Eintrag für "LINUX" in 'exports' ist 2x vorhanden, weil ein Systeminterner Verzeichnisbaum exportiert wird und zusätzlich eine externe Festplatte, die nicht immer dranklemmt.

Die Konfigurationsdateien für Client "LINUX" sind nur 'hosts' und die 'fstab'.
Hat genügt, damit nfs funktioniert!

Hier läuft jetzt auch inetd, hat aber nichts geändert.

Ach so, vielleicht ist es ja doch das Wlan oder irgendeine Einstellung im Router??

westms
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Re: NFS klappt nicht

Post by westms » 5. Feb 2017, 19:20

OsunSeyi wrote:Ich glaube, es macht sich an der Frage fest, warum ich vom Server "TOURNEE" aus "LINUX" anpingen kann, "THINKPAD" aber nicht. Kann in der Konfiguration keinen Unterschied finden.

Der Eintrag für "LINUX" in 'exports' ist 2x vorhanden, weil ein Systeminterner Verzeichnisbaum exportiert wird und zusätzlich eine externe Festplatte, die nicht immer dranklemmt.

Die Konfigurationsdateien für Client "LINUX" sind nur 'hosts' und die 'fstab'.
Hat genügt, damit nfs funktioniert!

Hier läuft jetzt auch inetd, hat aber nichts geändert.

Ach so, vielleicht ist es ja doch das Wlan oder irgendeine Einstellung im Router??
Okay, ein anderer Ansatz.

Zuerst noch zur Klärung, in /etc/hosts muss auch folgender Eintrag stehen:
127.0.0.1 localhost
Das kann ich nicht erkennen, wird aber so sein.
OsunSeyi wrote:Hier läuft jetzt auch inetd, hat aber nichts geändert.
Wenn inetd auf "LINUX" nicht nötig ist, dann auch nicht auf "THINKPAD". Ich würde es dann wieder abschalten.


Ist der Aufbau wie folgt: Ein Router oder Router-Modem mit Wireless-Access-Point; "TOURNEE" und "LINUX" sind je über Leitung mit dem Router verbunden; "THINKPAD" soll über WLAN mit dem Access-Point im Router verbunden sein; darüber soll das LAN und das WAN erreichbar sein? Anders gefragt, der Access-Point im Router ist ein Teilnehmer am LAN?
Wenn so, kann "THINKPAD" das Web kontaktieren, z.B. http://www.salixos.org/ ?
"TOURNEE" und "LINUX" können das Web erreichen?

"TOURNEE" kann "THINKPAD" nicht anpingen. Von "TOURNEE" aus:

Code: Select all

ping THINKPAD.akom.net
ping THINKPAD
ping 192.168.2.4
Funktioniert keiner der Pings?

Kann von "THINKPAD" aus "LINUX" erfolgreich angepingt werden?
Und umgekehrt?

Ist NetworkManager oder Wicd in Benutzung?
Einige Forumsmitglieder können keine stabile WLAN-Verbindung mittels NetworkManager erzielen. Gegebenenfalls, zeigt NetworkManager eine stabile Verbindung an?
Wenn die Administration des Router aufgerufen wird, kann dort erkannt werden, ob der Rechner "THINKPAD" bekannt ist? Die IP 192.168.2.4 und die "THINKPAD"-MAC-Adresse müssten sichtbar sein, ebenso die der beiden anderen Rechner.

Sind die Daten in /etc/resolv.conf auf "THINKPAD" die selben wie auf den beiden anderen Rechnern? Mindestens die Schlüsselwörter "domain" und "nameserver" sollten existieren. Wenn der Inhalt von resolv.conf automatisch erstellt wurde, dann sollte ein Kommentar ähnlich wie: # Generated by dhcpcd from eth0
enthalten sein, und zwar auf jedem der Rechner. Wenn funktioneller Inhalt existiert, kann man davon ausgehen, dass NetworkManager oder Wicd eine Internetverbindung herstellen konnte.
OsunSeyi wrote:Eigentlich sollte es klappen, tut es jedenfalls auf "LINUX" (ebenfalls Salix, aber via Kabel)
Ich nehme an, dass die Benennung "THINKPAD" tatsächlich zu einem Thinkpad gehört. Dieser hat einen LAN-Anschluss. Wenn "THINKPAD" via Leitung mit dem Router verbunden ist (evtl. statt "LINUX", wenn keine weitere Buchse frei) und WLAN aus ist, kann "THINKPAD" dann angepingt werden? Funktioniert die Verbindung mit dem NFS-Server dann?

Wenn das geht, dann müsste man die Konfiguration des Routers und Access-Points genauer betrachten.

OsunSeyi
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Re: NFS klappt nicht

Post by OsunSeyi » 6. Feb 2017, 07:18

Juchu, es geht:
Wenn die Administration des Router aufgerufen wird, kann dort erkannt werden, ob der Rechner "THINKPAD" bekannt ist? Die IP 192.168.2.4 und die "THINKPAD"-MAC-Adresse müssten sichtbar sein, ebenso die der beiden anderen Rechner.
Das war's genau:

Die "THINKAD" Adresse im Router war nicht 192.168.2.4 sondern 192.168.2.106.

Von Slackware wusste ich noch, in "/etc/rc.d/rc.inet1.conf" muss DHCP ausgeschaltet werden. Habe das entsprechend im "Wicd" für das verwendete Profil eingetragen:

Code: Select all

	IPADDR[0]="192.168.2.2"
	NETMASK[0]="255.255.255.0"
	USE_DHCP[0]=""
	DHCP_HOSTNAME[0]="THINKPAD"
	...
	# Default gateway IP address:
	GATEWAY="192.168.2.1"
Danach lies sich das Nfs-exportierte Verzeichnis mounten!
Aber Internet funktionierte nicht mehr:

In "/etc/resolv.conf" der feste Eintrag:

Code: Select all

	nameserver 192.168.2.1
	search Speedport_W_504V_Typ_A
Sofort funktionierte auch das Inet wieder!

Die Frage ist jetzt, ob letzteres nicht auch im "Wicd" für das verwendete Profil eingetragen werden müsste, damit der Internetzgang in anderen Wireles-Netzwerken auch funktioniert?

Komme damit aber nicht klar:
Gefragt wird nach "DNS-Domain", "Such-Domain", "DNS-Server[1-3]", "DHCP-Hostname" und weitere.

Aber erstmal: vielen Dank für die ausführliche Hilfe!!
tom

westms
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Re: NFS klappt nicht

Post by westms » 6. Feb 2017, 16:04

OsunSeyi wrote:Juchu, es geht:
Wenn die Administration des Router aufgerufen wird, kann dort erkannt werden, ob der Rechner "THINKPAD" bekannt ist? Die IP 192.168.2.4 und die "THINKPAD"-MAC-Adresse müssten sichtbar sein, ebenso die der beiden anderen Rechner.
Das war's genau:

Die "THINKAD" Adresse im Router war nicht 192.168.2.4 sondern 192.168.2.106.

Von Slackware wusste ich noch, in "/etc/rc.d/rc.inet1.conf" muss DHCP ausgeschaltet werden. Habe das entsprechend im "Wicd" für das verwendete Profil eingetragen:

Code: Select all

	IPADDR[0]="192.168.2.2"
	NETMASK[0]="255.255.255.0"
	USE_DHCP[0]=""
	DHCP_HOSTNAME[0]="THINKPAD"
	...
	# Default gateway IP address:
	GATEWAY="192.168.2.1"
Unter Slackware muss man selbst konfigurieren, unter Salix ist fast alles ausreichend konfiguriert. Der Auszug aus rc.inet1.conf und die Veränderungen an resolv.conf sind dabei unzulässige Eingriffe, sofern man weiterhin Wert auf automatischen Ablauf legt.

Die zuvor neutralen Werte ermöglichten es inet1, die Schnittstelle aufzusetzen, aber doch keine Verbindung aufzubauen. Wicd oder NetworkManager übernehmen danach die Konfiguration der Schnittstelle indirekt durch parametrisierte Aufrufe diverser Bibliotheksfunktionen und Programme, z.B. ifconfig, dhcpcd und weitere. Beide Programme, Wicd wie NetworkManager, setzen die Schnittstelle individuell nach den Erfordernissen, abgeleitet aus Scanns der Umgebung und aus Profilen.

Die Ureinstellung muss wiederhergestellt werden.
OsunSeyi wrote:Danach lies sich das Nfs-exportierte Verzeichnis mounten!
Aber Internet funktionierte nicht mehr:

In "/etc/resolv.conf" der feste Eintrag:

Code: Select all

nameserver 192.168.2.1
search Speedport_W_504V_Typ_A
Sofort funktionierte auch das Inet wieder!
Oh Salix - oh Wunderbaum!

Den Router so konfigurieren, dass er DHCP verwenden wird und die IP-Adresse Router (1) unter der er im LAN erreichbar sein soll hinterlegen. Zusätzlich kann man noch die Adresse des Default-Gateway, ebenfalls wie (1), angeben. Das ist aber nicht der Nameserver. Ich kenne das Speedport W 504V nicht, bin aber fast sicher, dass dieses Gerät keinen Nameserver enthält. Wenn man die DNS-Adressen automatisch vom Internetserviceprovider beziehen will, lässt man die Eingaben für die DNS-Adressen frei und hakt auch keine zugehörigen Kästchen an. Der Router beschafft sich diese Informationen über DHCP selbst. Dazu muss im Router ein DHCP-Server aktiviert werden. Die Änderungen in resolv.conf haben ohnehin keinen Bestand, außer die Datei wurde schreibgeschützt. Entweder ist /etc/resolv.conf eine reguläre Datei und /etc/ppp/resolv.conf ist ein symbolischer Link auf /etc/resolv.conf, oder umgekeht. Zur Bereinigung der Situation darf die reguläre Datei gelöscht oder geleert werden.
OsunSeyi wrote:Die Frage ist jetzt, ob letzteres nicht auch im "Wicd" für das verwendete Profil eingetragen werden müsste, damit der Internetzgang in anderen Wireles-Netzwerken auch funktioniert?
192.168.2.1 ist eine lokale Adresse am LAN. Kann natürlich sein, dass die Telekom etwas merkwürdiges bis bösartiges eingebaut hat. Aber was soll der Rechner und Wicd damit anfangen, wenn man das Notebook aus dem Haus geschleppt hat und z.B. in einem Cafe sitzt oder es für Wardriving einsetzt? Das Speedport geht dann nicht auch mit, oder? Man nutzt gewöhnlich die Nameserver des Internetserviceproviders oder echte Alternativen, die aber fast alle im WAN beheimatet sind. Wechselt man die Umgebung, dann findet Wicd entweder selbst oder unter Verwendung von Profilen die benötigten Daten beim jetzt aktuellen Provider.

Profile werden benötigt, wenn sich Wicd nicht selbst helfen kann, z.B wenn etwas vorgegeben werden muss oder nicht detektierbare Besonderheiten berücksichtigt werden sollen.

Nachdem der Router richtig gesetzt ist, wird auch Wicd rekonfiguriert, sofern etwas verändert wurde. Das ist einfach. Ich verwende Salix64 Xfce 14.1 mit Wicd 1.7.2.4 darauf und kann deshalb keine direkte Anleitung geben. Das aktuelle Wicd-GUI sieht völlig anders aus. Aber im Abschnitt Konfiguration gibt es eine hinreichend genau Beschreibung zu Wicd. https://wiki.ubuntuusers.de/Wicd/
OsunSeyi wrote:Komme damit aber nicht klar:
Gefragt wird nach "DNS-Domain", "Such-Domain", "DNS-Server[1-3]", "DHCP-Hostname" und weitere.
Alle diese Angaben werden nicht gemacht. Checkboxen dazu, wie z.B. "Globale DNS-Server verwenden" werden nicht angehakt.

Wenn ein WLAN-Gerät erkannt wurde, kommt weiters hinzu. Kann aber nichts genaues mehr dazu schreiben, da mein einziges WLAN-Gerät im Sommer 2015 abgebrannt ist und ich mich nicht zu einem Neukauf überwinden konnte.

Bei Verwendung von Wicd und Festnetz muss grundsätzlich nur der Router konfiguriert werden. Bei Verwendung von WLAN auch noch Einstellungen in Wicd vorgenommen werden. Bisher funktionierte Wicd so, wie es die Salix-Installation hinterlassen hatte.

In der Konfiguration des Wicd, im einem der Abschnitte (evtl. "Externe Programme") kann für "DHCP Client" zwischen "Automatisch (empfohlen)", "dhcpcd" und noch anderen gewählt werden. Bei mir "dhcpcd". Diese Einstellung lässt einen lokalen dhcpcd laufen. Dieser setzt (evtl. mit hilfe von pppd) resolv.conf.

Code: Select all

[~]$ ps ax | grep dhcp
   815 ?        Ss     0:00 /sbin/dhcpcd -h schwachrot --noipv4ll eth0
In allen anderen Abschnitten ist "Automatisch (empfohlen) vorausgewählt.

Man kann zusätzlich /etc/HOSTNAME mit dem FQDN (Fully Qualified Domain Name) bestücken, manuell oder über /bin/hostname .

Das ist es eigentlich schon.
Viel Erfolg!

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